Auf Grund der Initiative des Dachverbandes, dem Bund Deutscher Karneval Köln, mit heute rund 2.6 Millionen Mitgliedern, wurde unter dem damaligen BDK-Präsidenten Heinz Wacker am 29.11.1980 in der Stadthalle Lauingen der Regionalverband Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine gegründet. Ziele und Aufgaben des Verbandes sind die Pflege und Förderung fastnachtlichem Brauchtums im Regierungsbezirk Schwaben. Die anwesenden 27 Vereine wählten folgende Präsidiumsmitglieder: Präsident Eugen Müller Offonia Offingen, die beiden Vizepräsidenten Peter Langhans Laudonia Lauingen und Peter Bauer Mindelonia Mindelheim, Schatzmeister: Helmut Haupeltshofer Offonia Offingen, Schriftführer Christa-Maria Hakert Ettrinarria Ettringen, Ordenskanzler Gerhard Kleiber Gundelfinger Glinken, Besitzer: Karl Lehmann Deubachia Deubach, Charly Goldbach Leipheimer Haufen und Manfred Kranzusch Sonthofener Fasnachts-Zunft.

Emblem des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbandes

Das Emblem des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbandes stellt dar: links den Mindel-heimer Durahansl, das Stadttor welches seit 1910 zur Fasnachtszeit als schwäbischer Hanswurscht verkleidet wird und somit die Fröhlichkeit und den besonderen Humor der Allgäuer Vereine präsentiert. Rechts daneben die Lauinger Hexe, Symbol der alemannischen Fasnacht, der Winteraustreibung und Sitz des BSF-Verbandes. Darunter Zepter und Narren-pritsche, die närrischen Insignien, welche den bayerischen Fasching und die schwäbische Fastnacht symbolisieren. Darunter befindet sich das genehmigte Wappen des Regierungsbezirkes Schwaben.

Zwischenzeitlich umfasst der Bayerisch-Schwäbische Fastnachtsverband rund 142 Faschingsgesellschaften, Narrenzünfte und fastnachtliche Musikgruppierungen mit über 23.500 Mit-gliedern. Die Hauptaufgaben des Verbandes sind die Förderung und Pflege von fastnachtlichem, heimatlichem Brauchtum, im Bezirk Schwaben genannt bayerischer Fasching oder schwäbische Fastnacht. Weiter wird seit vielen Jahren großer Wert auf ganzjährige Jugendarbeit gelegt. Denn nur wer die Jugend hinter sich hat, dem gehört die Zukunft! Und wir wollen der Jugend unser fastnachtliches Brauchtum attraktiv und liebenswert machen und sie dafür auch begeistern.

Weiter pflegen rund 35% unserer Mitgliedsvereine kameradschaftliche und freundschaftliche Kontakte zu Faschingsvereinen, Karnevalsgesellschaften, Fasnachtszünften, sowie Gugga-musiken in die Länder Österreich, Frankreich, Schweiz, Liechtenstein, die Niederlande und Italien. – Teilweise sind sogar Partnerschaften entstanden. Wir praktizieren somit schon seit vielen Jahren ein gemeinsames, friedvolles Europa der Zukunft, von welchem die Politiker wohl sehr viel reden. Wir jedoch pflegen und leben das wohl älteste Brauchtum Europas, die Fastnacht, den Karneval und den Fasching fröhlich und friedlich miteinander.

Der BSF-Verband bietet seinen Mitgliedern seit der Gründung Fachseminare, Lehrgänge und Schulungen mit Workshops an, im Schwäbischen Bildungszentrum Kloster Irsee, Bruder-Klaus-Heim in Violau, sowie in Sonthofen, Lauingen, Günzburg, Leipheim und Bad Wörishofen. Es wurden bis jetzt Themen angeboten wie: Jugendarbeit, Trainer/innen-Ausbildung im Garde- und Showtanz, Steuern, Vereinsrecht, Maskenschnitzen, Vereinsführung, Häsmalerei, Rhetorik, fastnachtliche Theaterspiele, Basteln und Modellieren von Gastgeschenken und Mäskchen, Bühnentechnik in Licht und Ton, bühnenmässiges Schminken, Büttenreden, Kulturgeschichte der mittelalterlichen Fastnacht und Faschingswagenbau.

Seminarteilnehmer
Egal welches BSF-Seminar, immer wieder interessant, auch das gegenseitige Kennenlernen

Im Herbst 1991 konnte der Verband in Verbindung mit der Haupttagung im Kurhaus Schwangau mit rund 400 Besuchern sein 11-jähriges Bestehen feiern. Bürgermeister Reinhold Sontheimer gratulierte dem Präsidium und den Fachausschüssen des Verbandes recht herzlich zum seit der Gründung nun Erreichten. Ein netter Tanzabend mit buntem Unterhaltungsprogramm, welches Einblick in die Aktivitäten der Vereine gab, war für viele Besucher noch lange eine wunderschöne Erinnerung an diese Jubiläumsveranstaltung im Ostallgäu.

11-Jähriges Bestehen 1991
Bürgermeister Reinhold Sontheimer, selbst 10 Jahre Präsident beim Schwangauer Faschingsverein, gratuliert dem BSF

Seit dem Jahre 1990 veranstaltet der BSF-Verband in der schönen Brühlhalle in Unterelchingen ein Tanzturnier zur Qualifikation der Deutschen Meisterschaft des BDK-Dachverbandes. Diese tanzsportliche Zweitages-Grossveranstaltung wird seit dieser Zeit souverän für den Verband vom UECV „Storchaneascht“ Unterelchingen durchgeführt. Neben Tanzgruppen aus dem eigenen Verband sind vor allem Aktive in allen Altersgruppen und Disziplinen aus dem gesamten süddeutschen Raume mit vertreten. Es ist beachtlich, was hier an höchstem Leistungstanzsport dargeboten wird.

Tanz
Immer wieder faszinierend, was an sportlicher Höchstleistung und Perfektion dargeboten wird

Zur bunten Präsentation der schwäbisch-alemannischen Strassenfastnacht führte der Verband erstmals in Dillingen im Jahre 1993 einen Narrensprung mit zahlreichen Hästrägern aus dem gesamten südwestdeutschen Raume durch. Die Narrenzunft Dillinger Biberstehler war für die Abwicklung dieser Veranstaltung beauftragt und die Zuschauer am Strassenrand waren begeistert, was dargeboten wurde. Der zweite Verbandsnarrensprung wurde dann im Jahre 1999 von der Narrenzunft Günzburger Stadtbutz in deren Grossen Kreisstadt ebenso erfolg-reich ausgerichtet.    

Strassenfasnacht
Bunt und farbenprächtig die schwäbische Strassenfastnach

Stets gerne stattet der BSF-Verband zur närrischen Zeit einen Besuch im Schwäbischen Bezirkstag in Augsburg ab, um mit diesem auf die heimatliche fastnachtliche Brauchtumspflege zwischen Allgäu und Ries hinzuweisen. Über die farbenprächtige Buntheit des bayerischen Faschings mit den Prinzenpaaren, Gardemädchen und Elferräten, wie auch die lustige, schwäbische Fasenacht mit den unterschiedlichen Hästrägern freuen sich stets der Bezirkstagspräsident mit den Damen und Herren seines Gremiums. Bei diesen Besuchen kann der BSF-Verband feststellen, dass der Bezirkstag auch hinter dem steht, was von den Vereinen und Zünften in Sachen bodenständiges Narrentreiben geleistet wird.

Besuch im Schwäbischen Bezirkstag in Augsburg
Regierungspräsident Ludwig Schmid und Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher inmitten der BSF-Narren

Seit etlichen Jahren ist unser Verband auch mit präsent in den Fernsehmedien. Wir freuen uns, dass Heinz Vetter von der FGD Dietmannsried als “Chef vom Protokoll” bei den damaligen fünf ZDF/BDK-Sendungen “Fasching, Fastnacht, Karneval, – Narren feiern überall“ in Trier, Duisburg, Bonn, Koblenz und Offenburg mit dabei war. Auch Stefan Seidel von Aufbruch-Umbruch aus Kaufbeuren konnte mit seiner Tanzeinlage über 6 Millionen ZDF-Fernsehzuschauer an den Bildschirmen begeistern. Weiter hat das Bayerische Fernsehen in Zusammenarbeit mit unserem Verband einen 60-minütigen Film gebracht, mit dem Titel “Bis der Butz stirbt”. Diese Aufzeichnung gibt einen interessanten Einblick über fastnachtliche Bräuche aus unserer bayerisch-schwäbischen Heimat.

der BSF im Fernsehen

Heinz Vetter nach einem wieder gelungenem Fernsehauftritt in Duisburg

Eine grosse Ehre ist es für uns stets, jedes Jahr am “Gumpigen Donnerstag” mit einer närrischen Vertretung beim Empfang unseres Ministerpräsidenten in der Bayerischen Staatskanzlei und im Landwirtschaftsministerium in München zu sein. Wir präsentieren hier stets die ideale Mischung aus Fasching und Fastnacht aus unserem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und sorgen mit Guggamusik oder Schalmeien für entsprechenden Sound im Kuppelsaal der Staatskanzlei, lassen aber auch gern unsere Prinzenpaare oder Büttenredner zu Wort kommen oder auch eine tolle Tanzgruppe auftreten.
der BSF in der Staatskanzlei

Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber mit seinen zwei schwäbischen Staatsministern Josef Miller und Alfred Sauter inmitten der bunten Narrenschar

Ein grosses Ziel für uns war es, dass all dies was unsere Vereine und Zünfte in Sachen Jugendarbeit leisten, auch entsprechend anerkannt wird. Es war ein langer und beschwerlicher Weg, doch haben wir seit einiger Zeit unser Ziel erreicht. Seit dem Jahre 1999 haben wir die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe und sind durch die neu gegründete Bayerisch-Schwäbische Fasnachtsjugend im BSF auch Mitglied im Bayerischen Landesjugendring München geworden. So haben wir auch die Möglichkeit, an entsprechende Zuschussmittel und Förderungen für unsere ganzjährige Jugendarbeit heranzukommen. Unsere rührige Verbands-Jugendleitung führt laufend erfolgreiche Jugendleiterschulungen und Jugendlager durch. Auch im Fasching wurden schon Grossveranstaltungen mit Kindern in Leipheim und Offingen abgehalten.

BSF-Jugendsitzung

BSF-Jugend-Faschingssitzung in der Güssenhalle Leipheim im Jahre 1995

Für besondere Auszeichnungen an Mitgliedsvereine hat der BSF-Verband insgesamt 7 Verdienstorden mit entsprechender Urkunde zu verleihen. (Verdienstorden für Garde- und Showtanz, Zünfte und Maskengruppen, Musikwesen, Verdienstorden Stufe I und II). – Seit dem Jahre 2000 gibt es als höchste Auszeichnung die “Staufer-Löwen in Gold”. Hierfür sind notwendig: 22 Jahre aktiv in der Vorstandschaft eines Vereins, oder 33 Jahre aktiv in irgendeiner Art im Verein, jedoch zählend erst ab dem 16. Lebensjahr. Die Verleihung erfolgt in festlichem Rahmen, um den 11.11. an einem besonderen geschichtlich stauferbezogenen Orte, wobei auch entsprechend politische Vertretung zugegen ist, um das uneigennützige Engagement im Ehrenamt mit einer Laudatio zu würdigen.

1.Verleihung der "Stauferlöwen in Gold"

1.Verleihung der “Stauferlöwen in Gold” auf Schloss Kronburg durch Staatsminister Josef Miller im Jahre 2000

Besonderes Ereignis war im Jahre 1989 die Durchführung der BDK-Präsidialtagung in Lauingen. Die Faschingsgesellschaft Laudonia arrangierte eine hervorragende Abwicklung, von der die Vertreter aller Verbände in der alten Herzogstadt Lauingen begeistert waren. – Im Jahre 2000 hatten wir die BKD-Haupttagung im 2000-jährigen Augsburg und Dank herrlichem Kaiserwetter und einer phantastischen Planung, Organisation und Durchführung durch die fastnachtliche Augsburger Vereinigung “Under oiner Kapp” waren alle Besucher aus dem In- und Ausland von dieser Tagung fasziniert. Bei dieser Tagung wurde BSF-Präsident Eugen Müller ins BDK-Präsidium gewählt, wo er als Protokollführer und später als Vize-Präsident insgesamt 12 Jahre fungierte. Aus Anlass des 20-jährigen Verbands-Bestehens brachten wir im Jahre 2000 ein 150-Seiten umfassendes Buch mit dem Titel “Fastnacht ist Brauchtum in Bayerisch-Schwaben” heraus. In diesem stellen sich die Mitgliedsvereine und – zünfte dar, weiter sind aber auch zahlreiche fastnachtliche Bräuche aus unserem bayerisch-schwäbischen Heimatbereich mit enthalten. Und dieses Buch war auch mit ein interessantes Gastgeschenk für unsere angereisten Gäste.

Im Jahre 2011 war unser BSF-Verband zusammen mit der Hollaria unter Präsident Georg Rehm Ausrichter der BDK-Präsidialtagung wiederum in Augsburg, die auch verbunden war mit der Kulturpreisverleihung der Deutschen Fastnacht im wunderschönen Kurhaus Göggingen.

Mit dieser besonderen Ehrung des Bundes Deutscher Karneval Köln wurde von BDK-Präsident Volker Wagner der geschätzte Publizist und Autor Günter Schenk aus Mainz ausgezeichnet und die Laudatio bei diesem besonderen Festakt hielt Karnevalsphilosoph Wolfgang Oelsner aus Köln. Bisher wurden ausgezeichnet: Werner Mezger, Dietz-Rüdiger Moser, Max-Leo Schwering, Hans-Joachim Schumacher, Manfred Merz und Wolfgang Oelsner

Der BSF-Verband war auch Ausrichter von BDK-Südkonventen in Leipheim, Lauingen und Memmingen. Dies sind die jährlichen Arbeitstagungen, wo sich die Präsidien der BDK-Südverbände zu einem Wochenende treffen, um gemeinsam wichtige Dinge, Vorschriften und auch Schwierigkeiten zu besprechen, zu diskutieren und ev. auch dafür Lösungen finden. Mit inbegriffen ist oft ein Empfang des Bürgermeisters und ein nettes Rahmenprogramm, um sich gegenseitig auch näher kennenzulernen.

Besonderes Ereignis war natürlich der Besuch von rund 25 bunten BSF-Hästrägern am 21.2.2001 in Bonn bei Bundeskanzler Gerhard Schröder, zu dem die Vertreter der BDK-Verbände eingeladen waren. Dieser traditionelle Tollitätenempfang geht bereits auf die Zeit von Bundeskanzler Konrad Adenauer zurück.

Bei Bundeskanzler Gerhard Schröder in Bonn

Bei Bundeskanzler Gerhard Schröder in Bonn

Die alljährlich im April stattfindenden Jahreshaupttagungen erfreuen sich stets grosser Beliebtheit und vor allem abends das schöne Unterhaltungsprogramm. Ebenso finden alljährlich im Oktober die beiden Herbstpräsidialtagungen statt, welche in die Region Süd und Nord aufgegliedert sind.

Am 18. Februar 2009 war eine Vertretung unseres BSF-Verbandes von Dr. Angela Merkel zum Empfang nach Berlin ins Bundeskanzleramt eingeladen. Mit dabei war auch das charmante Prinzenpaar der Hollaria Augsburg und zur Präsentation unserer schwäbisch-alemannischen Fasnacht die Symbolfigur unseres Verbandes, der „Schwäbische Hanswurscht“, von dem die Kanzlerlin ganz begeistert war. Ein paar Tage später erschien unteres Bild mit entsprechendem Bericht sogar auf der Vorderseite der „Times of Oman“.

Seit dem Jahre 2004 kann sich der Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsverband in seiner Buntheit und Vielfalt aus der Memminger Stadthalle unter dem Titel “Schwaben weiss-blau, – hurra und helau” im Bayerischen Fernsehen präsentieren und erreicht dabei ganz tolle Zuschauerquoten im BR, SWR und HR. Einige unserer BSF-Vereine haben dabei schon mitgewirkt und diesen gilt herzlicher Dank.

Laudonia-Piraten-Schautanz

Piraten-Schautanz der Laudonia Lauingen

Unsere beliebte und kurzweilige BR-Fernsehsitzung „Schwaben weissblau“ zieht immer mehr Prominenz aus Politik und Fastnacht an, die alle sehr gerne und stets bunt und originell kostümiert kommen. Im Bild Landtagspräsidentin Barbara Stamm und daneben die beiden Staatsminister Franz Pschierer und Ilse Aigner als Max und Moritz mit BSF-Präsident Eugen Müller. Sogar unser Ministerpräsident Horst Seehofer war bei unserem 11-jährigen Fernsehjubiläum gerne in Memmingen mit dabei und begeistert.

Am 10. November 2005 konnte nach vielen Arbeitsstunden in der Brüderstrasse 10 in Lauingen das notwendige BSF-Archiv mit einem schönen Festakt eröffnet werden. Der Offonia-Fanfarenzug aus Offingen spielte zur musikalischen Umrahmung und freundliche Gardemädchen der Laudonia sorgten für ein angenehmes Ambiente. BDK-Präsident Volker Wagner kam eigens aus Waldfischbach und sprach beste Glückwünsche aus und Lauingens Alt-Bürgermeister Georg Barfuß lobte das grossartige Engagement des Verbandspräsidiums.

Der Dank des Präsidiums galt auch den Verbandsmitgliedern für die überlassenen Exponate, interessanten Dokumentationen, vielfältigen Orden, Kostüme und Häser, sowie besonderen Jubiläumspräsente. In insgesamt fünf Räumen sind diese Sachen alle fachgemäss aufbewahrt und auch digital archiviert. Jeder kann sich am „Tag der offenen Tür“ über dieses interessante Archiv informieren.

Seit dem Jahre 1982 erscheint auch jährlich der BSF-Narrenspiegel, die immer gern gelesene Verbandsbroschüre, bei der alle Mitgliedsvereine die kostenlose Möglichkeit haben, über besondere Geschehnisse oder auch Jubiläen aus ihrem Vereinsleben zu berichten. Weiter sind auch enthalten interessante Berichte über alte fastnachtliche Bräuche und Geschehnisse und aktuelle Informationen unseres BDK-Dachverbandes mit seinen über 5.000 Karnevals-gesellschaften, Faschingsvereinen, Narrenzünften und Musikcorps.

Ausserdem erhalten unsere Mitgliedsvereine jährlich im Mai und November direkt vom BDK die Zeitschrift, „Die Deutsche Fastnacht“ kostenlos zugestellt.

Weiter können unsere Vereine und Zünfte bei der Geschäftsstelle des Bundes Deutscher Karneval bestellen: Die Treueabzeichen im karnevalistischen Tanzsport und die Verdienstorden in Silber – Gold und – Gold mit Brillanten.

Am 20. April 2013 war im Bürgerhaus in Senden die 33. BSF-Jahreshaupttagung mit Neuwahlen, welche vom CC Illertal hervorragend ausgerichtet wurde. Neben den zahlreichen Delegierten hatten sich auch befreundete Präsidiumsvertreter eingefunden um zu diesem besonderen Jubiläum herzlich zu gratulieren. Bund Deutscher Karneval, Fastnacht-Verband Franken, Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine, Landesverband Württembergischer Karnevalvereine, Liechtensteiner Guggamusikverband, Helvetischer Fasnachts-Ring und die Federation francaise de Carnevals et Festivites. Weiter waren auch die Verantwortlichen unserer Fernsehsendung „Schwaben weissblau“ vom Bayerischen Rundfunk zu Gast. Justizministerin Dr. Beate Merk dankte in ihrer Festrede dem Verband mit seinen Vereinen recht herzlich für das Erreichte, was sich in einer interessanten Powerpoint auch präsentierte. Nach den üblichen Regularien wurden noch als neue Verbandmitglieder aufgenommen: Der Fasnachtshoigata Kaufbeuren und die Narrenzunft der Stadthexen Kempten.

Der anschliessende Jubiläumsfestabend unter dem Motto „33 Jahre erfolgreicher BSF-Verband“ begann, im bis zum letzten Platz gefüllten Bürgerhaus mit dem Einzug der Guggamusik der Weissahoarer Giggalesbronzer und zahlreicher schwenkender, bunter Vereinsstandarten.

Gerne hielt Jürgen Reichert, der Bezirkstagspräsident von Schwaben seine Laudatio auf 33 erfolgreiche Jahre des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbandes und betonte dabei vor allem, dass fastnachtliches Kulturgut auf heimatbezogenen Wurzeln gepflegt und gelebt wird. Dafür galt sein Dank dem Präsidium und allen Mitgliedsvereinen. Dann folgte ein abwechs-lungsreiches und stimmungsvolles Unterhaltungsprogramm. Als Erinnerung erhielten alle Vereinsvorstände und anwesenden Ehrengäste einen schönen Jubiläumsorden „33 Jahre BSF-Verband“.

Die alljährlich im April stattfindenden Jahreshaupttagungen mit Berichten des Präsidenten, Schatzmeisters, Jugend, Zunftrat, Tanzausschuss, Ordensrat, Medienausschuss und Archiv erfreuen sich stets grosser Beliebtheit. Verbunden ist diese Veranstaltung auch mit einem ansprechenden Rahmenprogramm und einem netten, kameradschaftlichen Unterhaltungs-abend.

Jahreshaupttagungen seit der Gründung am 29.11.1980 in der Stadthalle Lauingen

         29.11.1980        Gründungsversammlung                         Lauingen Stadthalle

  1. 03.10.1981        Sonthofer Fasnachtszunft Sonthofen    Sonthofen Soldatenheim
  2. 7. 7.1982 Faschingsges. Offonia Offingen           Offingen Mindelhalle
  3. 23.4.1983 Faschingsverein Schwangau                 Schwangau Tegelberggaststätte
  4. 14.4.1984 CC Deubachia Deubach                       Deubach Zechstuben
  5. 28.4.1985 Fasnachtszunft Isbäria Scheidegg         Scheidegg Kurhaus
  6. 19.4.1986 Faschingsges. Wemdosia Wemding      Wemding Wallfahrtsgaststätte
  7. 11.4.1987 Faschingsges. Laudonia Lauingen         Lauingen Laudonia-Vereinsheim
  8. 16.4.1988 Faschingsges. FGD Dietmannsried        Dietmannsried Festhalle
  9. 15.4.1989 Faschingskom. Lach Moro Mering         Mering Stadthalle
  10. 7.4.1990 Faschingsg. Schlossfinken Höchstädt   Höchstädt Sportheim
  11. 13.4.1991 Kötzer-Narren-Club Kötz                       Kötz Günzhalle
  12. 9.5.1992 Faschingsges. FGD Dietmannsried        Dietmannsried Festhalle
  13. 24.4.1993          Faschingsges. Perlachia Augsburg       Augsburg Steigenberger-Hotel
  14. 23.4.1994 Sonthofer Fasnachtszunft Sonthofen     Sonthofen Allgäuer Berghof
  15. 8.4.1995 Faschingsges. Löwen 77 Legau            Legau Gasthof Löwen
  16. 10.4.1996 Faschingsges. Leipheimer Haufen         Leipheim VfL-Turnhalle
  17. 19.4.1997 Faschingsv. Aufbruch-Umbruch Kaufb.  Kaufbeuren Stadtsaal
  18. 4.4.1998 UECV Storechaneascht Unterelchingen Unterelchingen KSV-Halle
  19. 24.4.1999 Faschingsgilde Mindelonia Mindelheim  Mindelheim Kolpingsaal
  20. 1.4.2000 Faschingsges. Laudonia Lauingen         Lauingen Stadthalle
  21. 7.4.2001 D´Oberdorfer Fasnachter Marktoberd.   Marktoberdorf Modeon
  22. 20.4.2002 Narrenzunft Günzburger Stadtbutz        Günzburg Forum 22-jähr. Jub
  23. 12.4.2003 Sonthofer Fasnachtszunft Sonthofen     Sonthofen Haus Oberallgäu
  24. 24.4.2004 Initiative Fasching Donauwörth              Donauwörth Tanzhaus
  25. 16.4.2005 Faschingsverein Schwangau                 Schwangau Kurhaus
  26. 8.4.2006 Narrenz. Stadtbachhexen Memmingen  Memmingen Stadthalle
  27. 21.4.2007 Faschingsv. Aufbruch-Umbruch Kaufb.  Kaufbeuren Stadtsaal
  28. 5.4.2008 Faschingsges. Hollaria Augsburg          Augsburg Hotel Alpenhof
  29. 28.3.2009 Faschingsges. Laudonia Lauingen         Lauingen Stadthalle
  30. 24.4.2010 Faschingsfreunde Hillaria Sonthofen     Sonthofen Markthalle
  31. 9.4.2011 CCB Schlafmützen Bäumenheim           Bäumenheim Schmutterhalle
  32. 24.4.2012 Menkinger Narren Schwabmünchen       Schwabmünchen Stadthalle
  33. 20.4.2013 CCI Illertal Senden                               Senden Bürgerhaus 33-jähr. Jubiläum
  34. 5.4.2014 Faschingsges. Wemdosia Wemding      Wemding Gaststätte „Zur Wallfahrt“
  35. 18.4.2015 Faschingsges. Burgavia Burgau            Burgau Kapuzinerhalle

Ebenso beliebt sind im Oktober auch die beiden Herbstpräsidialtagungen, die aus Enternungsgründen in die Regionen Nord und Süd von Schwaben aufgeteilt sind.

Bei der 35. Jahreshaupttagung am 18. April 2015 in der Kapuzinerhalle in Burgau, welche von der FG Burgavia ausgerichtet wurde, trat BSF-Präsident Eugen Müller wie schon angekündigt aus gesundheitlichen Gründen nach 35-jähriger erfolgreicher Tätigkeit von seinem Amte zurück. Neben zahlreichen BSF-Vereinen konnten auch begrüsst werden: Burgaus Bürger-meister Konrad Barm, Landrat Hubert Hafner, BDK-Präsident Volker Wagner, Hefari-Präsident Ferdi Segmüller aus der Schweiz, Manfred Beck der Ehrenvorsitzende des Liechtensteiner Guggamusikverbandes, Staatsminister a.D. Josef Miller und etliche Freunde und Gönner des Verbandes.

Der bisherige Vizepräsident Christoph Spies aus Mindelheim wurde von den Delegierten einstimmig zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. Eugen Müller wurde unter Standing Ovations ebenfalls einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt. Christoph Spies versprach als neuer BSF-Präsident in die Fußstapfen seines Vorgängers zu steigen und dessen Amt auch so weiterzuführen. Diese Tagung endete mit einem wunderschönen gemütlichen Abend, wo mehrere Vereine mit tollen Programmpunkten zum besten Gelingen mit beitrugen.

Zwischenzeitlich sind es rund 35 ehrenamtliche Mitarbeiter in verschiedenen Gremien, die sich für das Wohl des Regionalverbandes Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine e.V. uneigennützig einsetzen, wie im Präsidium, Jugendleitung, Zunftrat, Tanzausschuss, Ordensrat, Medienausschuss und Archiv. Wenn auch unser Ziel, die fastnächtliche Brauchtumspflege im Vordergrund steht, sind wir uns der unerlässlichen, wichtigen und ganzjährigen Jugendarbeit sehr bewusst und werden zukunftsorientiert auch immer aktuell im Internet vertreten sein.

 Seit dem Jahre 2000 hat das Präsidium des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbandes sich einstimmig für die BSF-Symbolfigur, den „Schwäbischen Hanswurscht“ entschieden.

Der Hanswurst hat seinen Namen aus der italienischen Comedia dell´ Arte, der damaligen Stegreifbühne der Karnevalsveranstaltungen wie sie seit 1544 von festen Theatergruppen quer durch Europa aufgeführt wurden. Mit dabei war auch das Kostüm des „Arlecchino“, zu deutsch dann als Harlekin bezeichnet, ein mit bunten Flecken besetztes Wams und schwarzer Halbmaske.

1642 wurde diese Figur in Österreich durch Johann Michael Moscherosch eingedeutscht, in einigem Aussehen verändert und entsprechend der Region und Landsmannschaft als Hanswurst übertragen. Vor allem in Österreich und in deren Habsburgischen Vorderöster-reichischen Gebieten, also auch in unserer schwäbischen Heimat wurde der ehemalige Harlekin als Hanswurscht für die Figur des heiteren Spassmachers im Flecklesgewand bezeichnet.

So haben wir diese besondere schwäbische, verschmitzte Fasnachtsgestalt als typische Symbolfigur unseres BSF-Verbandes ausgewählt, die auch etwas aussagt über den fröhlichen, manchmal auch etwas hintergründigen, schlitzohrigen und spitzbübischen Humor seiner Bewohner. Möge dieser „Schwäbische Hanswurscht“ uns auch begeistern bei der Pflege unseres fastnachtlichen Kulturgutes, das schon über sechs Jahrhunderte in unserer Heimat belegt ist und ein Glücksbringer für den Verband und seine Vereine und Zünfte sein soll.